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Wir verfolgen einen breiten Ansatz. Es werden verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. So werden Verkaufsstellen aufgelistet, wo ausschließlich vollFAIRe Mode angeboten wird („FAIR“), aber auch Geschäfte, wo nur einzelne Produktsegmente den definierten Kriterien entsprechen („FAIR START“). Im Sinne der Abfallvermeidung und Wiederverwendung werden auch Secondhandshops dargestellt („gebraucht=FAIR“). Besonderes Augenmerk wird auch der österreichischen Produktion und den traditionellen heimischen Stoffen gewidmet („lokal geFAIRtigt“). Auch dieser Blickwinkel auf die Regionalwirtschaft ist uns im Sinne einer gesamtheitlichen, nachhaltigen Betrachtung wichtig.

Die friends-of-fair-fashion Web-Applikation


➠ist plattformunabhängig, funktioniert auf allen Smartphones/Tablets/PCs. Hilf uns etwaige Schwierigkeiten zu beheben: fair-fashion@joanneum.at
➠zeigt mittels Standortabfrage die Shops in der Umgebung, die Bekleidung nach den verschiedenen Kriterien anbieten - mit allen Kontaktdaten, Informationen über die geführten Marken und navigiert über openstreet map zum gewünschten Geschäft.
➠informiert über verschiedene Zertifikate aus dem Bekleidungssektor.

Kriterien für die Aufnahme nach Kategorien:

1. vollFAIR:

Diese Shops führen ausschließlich Marken, die in der gesamten Produktionskette (Rohstoff, Stoff, Fertigung) ökologisch, sozial und nachhaltig produzieren und stellen die höchste Stufe im Bekleidungsbereich dar.

Soziale Aspekte:
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• Recht auf gewerkschaftliche Organisierung
• Recht auf Tarifverhandlungen
• Existenzsichernde Löhne
• Sichere & hygienische Arbeitsbedingungen

Ökologische Aspekte:
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• Minimierung aller chemischen Einflüsse
• Vermeidung des Einsatzes von Schwermetallen
• Kein Formaldehyd, kanzerogene Stoffe, Chlorbleiche

Zertifikate

2. „lokal geFAIRtigt“:


Diese Shops führen in Österreich geschneiderte und hergestellte Bekleidung. Die Herstellung vom fertigen Stoff bis zum Endprodukt erfolgt in Österreich und die Produktion erfolgt bevorzugt unter Verwendung heimischer und regional gewebter und gewalkter Stoffe und Loden (und einheimischen, sämisch gegerbtem Leder).

Soziale Aspekte:
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• Kollektivvertraglich entlohnte Näher/innen
• Sicherheit am Arbeitsplatz

Ökologische Aspekte:
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• Kurze Transportwege
• Keine Überproduktion

Zertifikate

3. „gebraucht = FAIR“


Diese Shops verkaufen Secondhand-Mode.

Soziale Aspekte:
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• Keine Störung der regionalen Stoff- und Bekleidungsherstellung in Entwicklungsländern durch Kleiderspenden
• Leistbare Bekleidung für alle - von Designermode bis zur Alltagskleidung

Ökologische Aspekte:
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• Schonung von Ressourcen durch Wiederverwendung bereits produzierter Stücke
• Niedrige toxikologische Belastung
• Verlängerung der Nutzungsdauer

Zertifikate

4. „FAIR START“


Diese Shops führen mindestens fünf Marken die Mitglied, bei der "Fair Wear Foundation" sind oder einzelne "vollFAIRE" Marken.

Als Mitglied bei der "Fair Wear Foundation" verpflichten sich Unternehmen zu gewissen Sozialstandards (keine Ökostandards):

• Keine Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit
• Zahlung eines existenzsichernden Einkommens mit transparenter Zusammensetzung
• Keine Diskriminierung: Chancengleichheit
• Versammlungsfreiheit/Gewerkschaftsgründungen
• 48-Stunden-Woche der Arbeiter/innen
• Sichere und hygienische Arbeitsumwelt

In der App sind Geschäfte, die mindestens fünf der folgenden "Fair Wear Foundation"- Marken im Outdoor-Bereich führen:

(1) Mammut
(2) Deuter
(3) Salewa
(4) Schöffel
(5) Dynafit
(6) Jack Wolfskin
(7) Odlo
(8) Maier Sports
(9) Kjus
(10) Vaude
(11) Haglöfs
(12) Mountain Equipment

Aber auch Shops der Marke TAKKO sind in dieser Kategorie zu finden. Damit wird gezeigt, dass nicht nur im hochpreisigen Segment „FAIRe Alternativen“ angeboten werden.
Weiters werden auch jene Shops in die Kategorie „FAIR START“ aufgenommen, die mindestens eine „vollFAIRe Marke“ im Sortiment haben. Es lohnt sich, sag es Deinem Shop um die Ecke weiter, wenn er bisher darauf vergessen ;-) hat, solche Marken zu führen.

Zertifikate
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